Amplify Amplify is a place for conversation about news, thoughts and ideas
people share.
  Join Mirko Lange on Amplify!
 

Mirko Lange | My Amplify

Was reitet eigentlich den “PR-Feind” Niels Klawitter vom Spiegel?

Nils Klawitter, Redakteuer vom Spiegel, ist schon sehr häufig durch harte Kritik an allem aufgefallen, was nach PR klingt. Dabei geht er - wie für den Spiegel nicht untypisch - oft polemisch und populistisch vor.

Sein jüngstes Werk (s.u.) kritisiert den Bauernverband, weil er angeblich Internet-Foren “unterwandern” will. Ich kenne die Aktionen und den Hintergrund nicht genau, was ich aber zwischen den Zeilen des Artikels lese, klingt für mich wie reine Polemik und schlichtweg schlechte Journalismus. Entweder (Achtung Polemik!), Niels Klawitter ist einmal von einer PR-Frau verlassen worden, oder er hat andere schlechte Erfahrung gemacht. Warum darf der Spiegel polemisieren wie er will, aber sobald sich ein Unternehmen oder ein Verband zu Wort meldet, ist das nicht koscher?

Ich finde es absolut legitim, wenn Bauern sich an der Meinungsbildung beteiligen. Und da das Internet inklusive sozialen Medien einen immer größeren Anteil an der Meinungsbildung haben, ist es auch richtig, dass die Bauern sich dort artikulieren. Und was - so frage ich mich - ist verwerflich daran, dass der Verband Hilfestellungen gibt?

Aber was macht der Spiegel draus: Die Aufforderung an Bauern, sich an der Diskssion zu beteiligen, bezeichnet der Spiegel als “unterwandern”, als “eingreifen” bzw. als Versuch, die Meinungsbildung “zu steuern”. Was ist das denn für ein Käse? Und da hebt Klawitter hervor, dass der Verband mitnichten nur in den eigenen Foren mitreden will, sondern selbst in der TAZ oder auf SPON. Was soll das, frage ich mich. Natürlich muss man - wenn man an der Meinungsbildung teilhaben will - überall mitreden, wo die Debatten geführt werden.

Und auch die zitierte Stellungnahme des Verbandes, die aus meiner Sicht sehr vernünftig klingt, beschreibt Klawitter manipuliernd mit “tut ab als…”. Interessant auch, dass Klawitter den Ausdruck “gerne auch unter Pseudonym” nicht zitiert, also nicht in Anführungszeichen setzt. Solche Behauptungen ohne Quellenangabe sind schlichtweg schlechter Journalismus. Update: Die tatsächliche Formulierung in dem Rundschreiben ist “private E-Mail-Adresse, meist mit Pseudonym”. Ich halte es für manipulativ und “hochgradig bedenklich”, wenn Klawitter aus dem “mit Pseudonym” ein “unter Pseudonym” macht und dann noch das “gerne” ergänzt. “Unter Pseudonym” suggeriert Verdeckung, und das “gerne” klingt nach Anstiftung. Tatsächlich hat der Verband nur rein sachlich beschreiben, wie der Vorgang der Anmeldung geschieht: Es ist Usus, vielfach sogar Pflicht, in Internetforen ein Pseudonym (oder auch “Nickname”) anzugeben.

Ich meine: Spiegel Online wird immer mehr zu einer “was-weiß-ich-Kampfpresse” im Stile der Bild-Zeitung. Wirklich schade. Mit gutem Journalismus hat das nichts zu tun. Nun ja…

Den vollständigen Artikel gibt’s wie immer per Klick ganz unten.

Update: Anbei noch einige andere Links von Nils Klawitter zum Thema PR


Und hier auch noch der Link zum Dialog zwischen GPRA und Klawitter: “GPRA und “Spiegel”: verdrehte Verdrehungen” (http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/branche/3356-gpra-und-qspiegelq-verdrehte-verdrehungen.html)

Update 15.06:

Hier übrigens ein paar Beispiele, wie man jornalistsch sauber über das Thema berichten kann:

Update 16.06.:

WIe es aussieht hat inzwischen auch der DRPR angekündigt, er werde die Vorgänge untersuchen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630621,00.html und http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/bauernlobby-undercover-im-netz/).

Ich sehe das kritisch. Ich würde mich freuen, wenn der DRPR dazu kommt, die Aktion des Bauernverbandes deutlich von den Vorgängen bei der Bahn abgrenzt und sie ausdrücklich als in Ordnung bezeichnet. Aus meiner Sicht ist das nämlich nicht nur die legitime sondern in der modernen Welt des Web 2.0 sogar notwendige Aktivierung von Fürsprechern. Das ist ein Grundprinzip der modernen PR.

Und der Bauernverband hat - zumindest nicht in dem gegenständlichen Rundschreiben - dabei keinerlei verdeckte Aktionen empfohlen. Auch der Passus “meist mit Pseudonym” ist nur Ausdruck davon, was im Internet Usus ist. Nach meiner Schätzung sind mindestens 90% der Forumsnutzer unter einem Pseudonym unterwegs. Was die Kritiker total übersehen ist, dass der Bauernverband ausdrücklich rät die (richtige!) private E-Mailadresse zu verwenden. Die Menschen sind so eindeutig identifizierbar. Das ist absolut lege artes.

Zu überprüfen wäre, ob die fünf (mehr sind es nicht) Mitglieder der Task-Force überhaupt “offizielle” Verband-E-Mails haben. Ich bin auch Mitglied in einem Verband. Und ich habe dort auch Funktionen. Aber ich habe keine E-Mail MLange[at]gpra.de.

Fortführung der Diskussion übrigens auch in einem nächsten Clog-EIntrag: http://talkabout.amplify.com/2009/06/15/absurde-diskussion-manipulationsvorwurfe-gegen-bauernverband/

Amplifyd from www.spiegel.de

Bauernverband will Internet-Foren unterwandern

Von Nils Klawitter

Der Deutsche Bauernverband greift aktiv in Internet-Foren ein. Nach SPIEGEL-Informationen fordert die Organisation Landwirte auf, sich an Diskussionen zu beteiligen - natürlich im Interesse der eigenen Lobby. Hintergrund ist offenbar ein interner Streit mit den Milchbauern.

Hamburg - Der Deutsche Bauernverband (DBV) scheint um sein Ansehen besorgt und will deshalb die Meinungsbildung im Internet steuern. Zu diesem Zweck gründete der DBV nach SPIEGEL-Informationen eine Task-Force aus Internet-affinen Landwirten, die sich regelmäßig in Diskussionsforen zu Wort melden sollen.

Im Fokus stehen dabei nicht nur die Foren der von den eigenen Landesverbänden beherrschten Blätter “agrarheute” und “topagrar”, sondern etwa auch die der Berliner “taz” und von SPIEGEL-ONLINE. Das geht aus einem entsprechenden DBV-Schreiben hervor.

Read more at www.spiegel.de
 

Register to comment:



14 Responses
14 Comments  

  1. Detlev Brechtel  

    Lieber Herr Lange, ich kann zu Niels Klawitters unterstellter PR-Feindschaft nichts sagen - wohl aber, dass Sie mit dem Vorwurf schlechten Journalismus’ doch etwas übers Ziel hinaus schießen. Ihnen als PR-Mann dürfte eigentlich nicht fremd sein, dass “normale” Journalisten PR nun eben nicht als ihren ureigensten Auftrag ansehen. Der Artikel scheint für mich jedenfalls sachlich zu sein. Und die Meinungsbildung versuchen Sie doch auch zu steuern, täglich, für ihre Auftraggeber, also warum stören Sie sich an dem Begriff? Und polemisch sind Sie übrigens auch - siehe PR-Frau…Oder ist Ihnen der Auftrag des Bauernverbandes durch die Lappen gegangen ;-) Sportliche Grüße, D.Brechtel


    1. Bernhard Lermann  

      @talkabout Re: http://bit.ly/XbNFW Als Journalist kann man sich über PR schon mal aufregen, schließlich ist die Mailbox voll davon und die Redaktionsleitung möchte auch täglich ihre Anzeigenkunden in den Artikeln untergebracht bekommen.
      Aber Niels Klawitter (in HH gibts übrigens eine nette PR-Agentur mit dem gleichen Namen) konnte sich noch nicht daran gewöhnen, dass sich Interessengruppen im Netz zusammenfinden und auch mit den (vollkommen legitimen) Mitteln im Netz für sich PR/Politik machen. Das gibt es hier (leider) noch nicht so oft wie es nötig wäre. Ich finde es klasse, dass gerade der Bauernverband da Pionierarbeit leistet. Jeder Bauer ein Blogger, das kann interessant werden …


      1. Detlev Brechtel  

        Da haben Sie schon recht, Herr Lermann. Und natürlich ist es ok, dass sich der Bauernverband den neuen Medien öffnet und sie aktiv nutzt. Warum auch nicht? Grundsätzlich finde ich es aber wohltuend, dass der Spiegel oder von mir aus auch Herr Klawitter ein wenig distanzierter mit diesem - oder auch anderem - Kontext umgeht. Müssen es gleich Jubelarien sein? Die werden von halbwegs über Zimmertemperatur gebadeten Lesern sowieso schneller entlarvt, als es mancher “PR-Experte” wahr haben will. Dieses Journalisten-Bashing finde ich IMHO jedenfalls komplett unsouverän. Das ist übrigens genau das Gleiche (Polemik), was Klawitter vorgeworfen wird. Warum also nicht mal den Hörer in die Hand nehmen und Kontakt aufbauen? Journalismus +PR: Wir profitieren oft voneinander. Aber nicht immer.


        1. Mirko Lange  Hallo Herr Brechtel,
          schön, wenn hier eine Debatte zustande kommt. Es gibt objektive Kriterien, die guten Journalismus ausmachen. Und nach diesen Kriterien sehe ich diese Art von Journalismus ganz ohne Frage sogar als sehr schlecht an.
          Eine der wichtigsten Regeln im Journalismus ist die Trennung von Fakten und Meinungen. In einer Glosse oder einem Kommentar darf (und muss sogar) der Journalist sogar seine eigene Meinung einbringen. Aber Glossen bzw. Kommentare sollten explizit gekennzeichnet sein, damit eben der LEser unterscheiden kann, was Fakten sind, und was “nur” die Meinung des Autors. Der Artikel hier ist weder als Glosse noch als Kommentar gekennzeichnet, er ist aber voll von (versteckten) Wertungen. Der Artikel informiert so nicht, er manipuliert.
          Was ich daran so verwerflich finde ist, dass Klawitter eben genau diese angebliche Manipulation immer kritisiert - und es dann munter selber tut. Hier wird ganz deutlich, dass die so genannte Beric... more

          1. Mirko Lange  

            Hallo Herr Brechtel,

            noch mal zu Ihrem zweiten Kommentar:

            Keiner erwartet oder will wohl eine Jubelarie des Spiegel auf des Social Media Engagement des Spiegels. Wozu auch? Im Grunde ist das nicht einmal der Rede wert.

            Und nur damit ich es richtig verstehe: Bashing von lauterer PR wie durch Herrn Klawitter ist okay. Bashing von unlauter lautere PR bashenden Journalisten aber nicht, richtig?

            Last but not least: Es gab schon viele Gespräche zwischen der GPRA (dem Verband der PR-Agenturen, dem wir angehören) und Herrn Klawitter. Wirklich fruchtbar scheinen die nicht gewesen zu sein.

            Was ich mir wünsche: Eine öffentlich Debatte, in der nicht nur der Spiegel seine Meinung kundtun darf, sondern auch andere. Interessant finde ich es in diesem Zusammenhang übrig, das SPON über keine Kommentar-Funktion verfügt, wie sonst üblich.


            1. Mirko Lange  

              Auf das Social Media Engagement des *Bauernverbandes* natürlich.


              1. Detlev Brechtel  Hallo Herr Lange,
                nein, so habe ich das nicht gemeint. Kein Bashing ist besser oder “gerechter” als das andere. Es ist aus meiner Sicht immer das Fehlen von Argumenten. Also einfach keine gute Idee. Ich denke, dass wir hier eher eine Definitions-Diskussion haben:
                a) Die Wortwahl ist diskutabel, da bin ich voll bei Ihnen. Unterwandern etc. ist negativ konnotiert, klingt nach SED und Bespitzelung.
                b) Aber den Spiegel macht es ja gerade aus, dass er nicht im Tagesschau-Stil bloße News verkündet. Wer wollte Ihn sonst lesen? Also versieht er Artikel mit eigenen Meinungen. Solange die Inhalte stimmen, also nichts bewusst weg gelassen wird oder verfälscht, ist das per se für mich noch kein schlechter Journalismus. Es ist allenfalls Journalismus, der nicht IHRE Meinung weiter gibt.
                c) Dass übrigens die Direktive des Bauernverbandes nicht bedeutet, Gänseblümchen zu posten, ist aber doch klar oder? Die Jungs machen dort, wenn sie es drauf haben, ordentlich ... more

                1. Mirko Lange  Hallo Herr Brechtel,
                  dann sind wir ja weitgehend beisammen. Ich nehme für mich als Fazit mit: SPON darf und soll kritisieren - auch scharf. SPON sollte aber warten, bis es etwas zu kritisieren gibt. Der Artikel von Herrn Klawitter zeigt aber regelrecht, dass es (noch?) nichts verwerfliches gibt. Ansonsten hätte er es ja nennen können. Aber der einzige scheinbare Fakt in dem Artikel, der möglicherweise kritikfähig wäre (gerne auch unter Pseudonym) kann nicht dem Bauernverband zugeordnet sein. Man erkennt aus der Formulierung nicht, ob es ein Zitat ist. Formell ist es das nicht. Die (scheinbare) Verwerflichkeit der Aktion des Bauernverbandes entsteht einzig und allein durch die Wortwahl des Herrn Klawitters.
                  Und das halte ich für sehr unlauter. Schuldverschärfernd kommt hinzu, dass Journalisten eine besondere Verantwortung haben. Vor diesem Hintergrund erscheint mir die aktuelle Diskussion über die Notwendigkeit von Qualitätsjournalismus mit den Füßen get... more

                  1. Detlev Brechtel  

                    Selbstverständlich kann es keine Diskussion darüber geben, dass der Spiegel bei der genannten Bandbreite an Darstellungsformen auch eine Verantwortung hat: Die gegenüber der Wahrheit. Das soll jetzt nicht das Wort zum Sonntag sein, aber: Würde SPON bspw. jemandem ohne Not ein Stigma verpassen (”Bauern verfälschen Berichterstattung o.ä.”) hätte das natürlich mit Qualitätsjournalismus nichts zu tun. Da wäre ganz klar die Grenze des Lauteren überschritten. Übrigens: Hat eigentlich schon mal jemand den Gedanken aufgegriffen, dass die so genannten Qualitätsmedien durch die immer massivere Präsenz von Blogs und Social Media es mit der Wahrheit/Qualität in ihrer Berichterstattung plötzlich vielleicht nicht mehr so genau wie früher nehmen? Ging mir nur so durch den Kopf…


                    1. Bernhard Lermann  

                      Wo ist die News? Eine Frage die sich Niels Klawitter gefallen lassen muss. Das sehe ich ähnlich. Und gerade dann, wenn er den Sachverhalt, wie er ihn berichtet, als erst mal abgeschlossen betrachtet und auf Vervollstädigung oder Berichtigung der Fakten und der Sichtweise durch Kommentare verzichtet. Social Media arbeitet übrigens genau so: Ein Autor kann sehr wohl die Lücken des anderen füllen. Das ist Teil des Systems, schafft Vernetzung und Qualität.

                      Vielleicht war der Artikel aber auch einfachdas Resultat einer Newsflaute in der Redaktion. Die klassischen Medien wie Spiegel (auch SPON) müssen ihre Seiten ja füllen. Das sollte man nicht vergessen.


                      1. Thomas Keup  

                        Hallo Mirko:

                        Der Beitrag erinnert mich an eine Diskussion zur Zukunft des Pressemarktes Berlin, zu der eine Studie herausgegeben wurde und die das rbb Inforadio im Mai aufgezeichnet hat: http://tr.im/osrG

                        In Kurzform: Vertreter v. Berliner Zeitung u. Tagesspiegel forderten “Qualitätsjournalismus” (ich kanns nicht mehr hören!), Axel Springer und taz sprachen von existenziellen Notwendigkeiten zur Veränderung durch Online-Welt.

                        In Berliner Politik-PR-Kreisen wird der Spiegel (Online) schon länger mit “Bild” verglichen - und das ist eine höfliche Umschreibung… Daher stehen auch Fragen der Existenzberechtigung.

                        Für mich stellt sich mittlerweile die Frage: Wollen sich Medienhäuser und ihre etablierten Redakteure auf die neuen Gegebenheiten einstellen oder nicht? Das ist eine Frage von Wollen und nicht von Müssen.

                        Gruß aus Berlin, Thomas Keup


                        1. Detlev Brechtel  

                          Genau. Für viele Journalisten ist gerade das social-media-typische noch vollkommenes Neuland. Da möchte ich mich auch gar nicht pauschal ausschließen. Einen Artikel nicht als abgeschlossen zu betrachten, sondern nach und nach “wachsen” zu sehen - das ist schon starker Tobak für die Eitelkeit des Schreibers. Aber ich denke, das wird noch. Das Web 2.0, um diesen Begriff halt doch nochmal zu strapazieren, steht in gewisser Weise auch für die Metamorphose meines Berufsstandes. Das “Selbst-zum-Publisher-werden-können” ist ja im Grunde auch eine Chance, die man nicht so leicht toppen kann…

                          Habe mir übrigens den Beitrag bei SPON nochmal durch gelesen. Ja, da steht im Grunde wirklich eine arg dünne Suppe dahinter. Klawitter hat die dann ein bisschen nachgewürzt, aber auch der Eintopf will einem nicht so recht schmecken. Es bleibt, auch und gerade vor dem Hintergrund, dass es ein Spiegel-Beitrag ist: Durchsichtig…


                          1. Mirko Lange  @detlev brechtel - Schöne Formulierung: “etwas nachgewürzt”
                            @thomas keup - Aus meiner Sicht wird die Bedutung des Begriffes “Journalist” zunehmend erodieren. Ein schlecht recherchierender, polemischer Journalist ist um keinen Deut besser (oder schlechter) als ein schlecht recherchierender, polemischer (Mikro-)Blogger.
                            Journalisten haben ihre Gatekeeper-Funktion verloren. Die Poolposition haben sie heute noch aus Tradition und Gewohnheit, das ist aber sicher kein stabiles Fundament Das bricht ihnen weg. Manche konzentrieren sich auf ihre Tugenden konzentrieren, andere reihen sich in die Masse der Millionen “Publizierenden” ein und spielen das Spiel nach deren Spielregeln.
                            Ob polemisches und populistisches Beshing ein Geschäftsmodell ist? Ich glaube schon. Wenn man damit die Meinung von genügend Menschen trifft, dann kann sich das bestimmt rechnen. Auch hier gilt “Longtail”. Das gilt für Medien genau so wie für ... more

                            1. Thomas Keup  @talkabout Absolut den Nagel auf den Kopf getroffen - und versenkt! Als gelernter und langjähriger Hörfunk- und Fernsehredakteur stelle ich mittlerweile nicht nur die Gatekeeper-Funktion vieler Kollegen in Frage - sondern auch die Existenzberechtigung traditioneller Medienhäuser.
                              Die “5. Macht” im Staat zerlegt sich seit Jahren selbst - und verantwortliche Geschäftsführer, Chefredakteure und Journalisten sägen kräftig mit am Ast. Ob inhaltsfreies Privatradio, abgeflachtes Privat-TV, hinterher hechelnde GEZ-Sender, Agentur-Zeitungen oder sensationslüsternde “Qualitäts-Medien”.
                              Es gibt eine lebhafte Diskussion im Netz zu “Journalismus 2.0″ - also die aktive Beteiligung der Nutzer am Entstehungs- und Entwicklungsprozeß einer publizistisch relevanten Geschichte. Das ist keine schmerzfreie Evolution - sondern eine schleichende Revolution. Und viele Journalisten haben - so denke ich - schlicht blanke Panik davor.
                              Die Entwic... more

                              1. Save Our Seeds - Bauern-Task-Force im internet - tazblogs  

                                [...] aufgeschwemmten “CEO von talkabout - stehe für moderne PR 2.0″ in seinem blog “amplify” ein “Ich finde es abolut legitim, wenn Bauern sich an der Meinungsbildung [...]


                                1. “Es fehlt die Waffengleichheit”. Spickmich-Urteil zeigt massive Probleme professioneller Kommunikation auf | talkabout  

                                  [...] nur populistisch und polemisch, sondern respekt- und geschmacklos. Und auch der Spiegel stellt journalisische Genauigkeit immer öfter hinter einer vermeintlichen Sensationsstory zurück. Es ist eine Tragödie, wie armselig manche Verlage den Wettkampf gegen die neuen Medien [...]


                                  Tags:  ,
                                  Categories:  Medien


                                  About this Amplify

                                  Das ist das Cliplog von talkabout communications (http://www.talkabout.de), der PR-Agentur aus München für klassische PR, Online Relations und Corporate Social Media. Es sammelt und kommentiert das Team von talkabout.
                                  +Join!