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Das ist das Cliplog von talkabout communications (http://www.talkabout.de), der PR-Agentur aus München für klassische PR, Online Relations und Corporate Social Media. Es sammelt und kommentiert das Team von talkabout.
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Die ZEIT zum Unions-Wahlprogramm: Wirklich “Ahnungslos im Netz” oder frühes Stadium der Kollaboration?

Die ZEIT hat sich kürzlich nicht als kompetenter Kommentator für aktuelle Trends im Web hervorgetan. Zuerst haben sie Twitter ziemlich unsachlich kommentiert, dann waren sie eingeschnappt, als es Kritik hagelte, und schließlich haben sie den ursprünglichen Artikel in eine “Glosse” umgewidmet.

Der aktuelle Kommentar zu den (angeblichen) Plänen der CDU zur Regulierung des Internets scheint mir allerdings als sehr gut und ernst zu nehmen. Schade ist allerdings, dass die Zeit in dem Artikel nicht darauf verweist, wo denn dieses “60-seitige Papier” verfügbar wäre, das der Zeit vorliege- ich persönlich würde es gerne einmal sehen.

Aber inhaltlich ist es wirklich ein Ding, was die CDU laut Aussage der ZEIT plant. Internetzugänge zu sperren, wenn jemand illegale Inhalte aus dem Web lädt, ist absurd. Ebenso der Protektionismus alter Strukturen im Verlagswesen. Das ist innovations- und wirtschaftsfeindlich. Und der Plan, die “Opt-in” Regel wieder zu lockern erscheint mir ebenso hanebüchen.

Ich persönlich komme allerdings immer stärker in einen Konflikt. Sind die Errungenschaften von Social Media und Online-Journalismus möglicherweise als kritisch zu betrachten? Was, wenn dieser Entwurf, der der ZEIT nach eigenen Aussagen vorliegt, nur ein ganz früher ist, den die Internet-kompetenten Leute in der Union noch nicht gesehen und diskutiert haben? ICh kann mich nicht davon überzeugen, weil die ZEIT die Quelle nicht offenlegt. Und ich habe im Moment auch nicht die Zeit und die Muße, tiefer zu recherchieren. Aber so wird es vielen gehen. Wir bekommen immer mehr, immer oberflächlichere Informationen - das hilft der angemessenen Meinungsfindung nicht.

Ich sehe einen ganz großen Megatrend, und der heißt “Kollaboration”. Sowohl im Geschäftsleben wie auch im Journalismus werden wir immer mehr Phänomene erleben, wo Menschen (öffentlich) gemeinsam Konzepte und Inhalte erarbeiten. Da ist es gewollt und Teil des Prozesses, dass die Konzepte in der frühen Phase alles andere als fertig sind. Ich finde diese Entwicklung sehr reizvoll. Aber es muss sich dann in unserer Kultur etwas ändern: Nicht jeder frühe Entwurf darf gleich gegeißelt werden. VIelmehr sollte jeder überlegen, wie er konstruktiv beitragen kann - und natürlich muss der “Prozessinhaber” diese Beteiligung auch zulassen und annehmen. So werden wir alle stärker.

Ich denke, wir stehen vor tiefgreifenden strukturellen und kulturellen Veränderungen. Ohne sie wird das Social Web zu einem Herd ständiger Konflikte werden.

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Unions-Wahlprogramm

Ahnungslos im Netz

Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Kommentar

Der Entwurf für das Wahlprogramm der Union ist nicht für Menschen geschrieben, die eine Affinität zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, bestätigt er viele Vorurteile von Kritikern, die bereits in dem Aufruft gipfelten: “Nicht CDU/CSU wählen!”.

Warum? Erst einmal nimmt das Thema Internet kaum Platz ein in dem mehr als 60-seitigen Papier, das ZEIT ONLINE vorliegt. Nur an wenigen Stellen tauchen kurze Skizzen auf, wie sich die Union das Netz vorstellt. Keine davon jedoch dürfte diejenigen begeistern, die dort täglich unterwegs sind.

Beispiel Urheberrecht: “Das Internet ist kein rechtsfreier Raum”, steht in dem Entwurf. Ein Satz, der immer wieder für Unmut in den Web-Communitys sorgt, hat doch nie jemand behauptet, dass das Netz rechtsfrei ist. Trotzdem wird er ständig zur Begründung für Überwachungs- und Regulierungsversuche herangezogen. So auch hier.

“Wir möchten nach britischem und französischem Vorbild Rechtsverletzungen effektiv unterbinden, indem die Vermittler von Internetzugängen Rechtsverletzer verwarnen und nötigenfalls ihre Zugänge sperren”, schreibt die Union. Das ist das sogenannte “Three-Strikes”-Modell: Wer illegal Musik tauscht oder Software herunterlädt, dem sollen die Provider den Netzzugang sperren dürfen. Das oberste französische Verfassungsgericht hat ein entsprechendes Gesetz gerade gestoppt, da es gegen Grundrechte verstieß. Trotzdem nennt es die Union explizit als Vorbild.

Beispiel Onlinemedien: Man wolle, heißt es in dem Programmentwurf, in der Gesellschaft das Bewusstsein verankern, dass Zeitungen und Zeitschriften ein relevantes Kulturgut seien. Verlage dürften daher im Onlinebereich nicht schlechter gestellt werden als andere sogenannte Werkvermittler: “Falls erforderlich werden wir ein eigenes Leistungsschutzrecht für Verlage zum Schutz der Presseprodukte im Internet schaffen.”

Das ist eine neue Debatte, die allerdings eine furchtbar alte Idee verfolgt. Die der Schutzzölle nämlich. Statt Verlage zu animieren, mit neuen technischen Gegebenheiten neue Wege der Vermarktung zu entwickeln, soll ihr altes, auf Dauer nicht mehr funktionierendes Geschäftsmodell mit Gewalt bewahrt werden. Im Extrem hieße das beispielsweise, dass Blogs nicht mehr auf im Internet veröffentlichte Texte eines Verlagshauses verlinken dürften. Dass dieser Weg Zeitungen retten wird, kann man getrost bezweifeln.

Andere Parteien debattieren stattdessen längst die Idee einer “Kulturflatrate”, also einer von allen gezahlten und nach bestimmten Schlüsseln an die Urheber verteilten Abgabe für Inhalte, die ins Netz gestellt werden. Auch die SPD hat dies inzwischen in ihr Wahlprogramm aufgenommen.

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Beispiel Datenschutz: Der Bürger müsse darauf vertrauen können, dass seine Daten vor Missbrauch geschützt sind, heißt es in dem Papier. “Deshalb darf die Weitergabe von Kundendaten nur mit seiner Zustimmung erfolgen.” Ein guter Ansatz. Allerdings steht er in völligem Widerspruch zur Politik der Union, die gerade mit Erfolg dafür gesorgt hat, dass eine “Opt-in”-Regel wieder aus dem Entwurf eines neuen Bundesdatenschutzgesetzes verschwand. Wird dieser demnächst verabschiedet, müssen die Bürger weiterhin eben nicht gefragt werden, wenn andere mit ihren Daten Geld verdienen. So etwas kann man kaum “Datenschutz mit Augenmaß” nennen, wie es in dem Programmentwurf heißt.

Beispiel Netzsperren: Nachdem sich Familienministerin Ursula von der Leyen trotz aller Widerstände mit den Sperren von kinderpornografischen Internetseiten durchgesetzt hat, will die Union diese Sperren nun “weiter vorantreiben”. Zwar bezieht sich die Formulierung allein auf Kinderpornografie. Das wird die Kritiker allerdings kaum beruhigen. Schließlich hat der CDU-Politiker Thomas Strobl gerade öffentlich darüber sinniert, dass er die Sperren auch auf “Killerspiele” ausweiten möchte. “Wir prüfen das ernsthaft”, sagte er dem Kölner Stadtanzeiger.

Strobl hat damit die Befürchtungen all jener befeuert, die glauben, dass Politiker aus Sorge und Unkenntnis versuchen könnten, eine Zensur- und Überwachungsinfrastruktur im Netz zu errichten. Der Wahlprogrammentwurf der Union verstärkt diesen Eindruck noch.

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Leitmedien erkennen immer mehr Sinn von Twitter: Die SZ zur Rolle von Twitter im Iran

Ich finde das einen sehr schönen Artikel. Er beschreibt mit wenigen Worten, welche Funktion Twitter übernommen hat. BEsonders gefallen hat mir die folgende Formulierung: “Vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter zeigte seine Stärke als digitale Menschenkette, in der Meldungen und Links von Nutzer zu Nutzer weitergegeben werden.”

Den ganzen Artikel gibt es wie immer auf Klick am Ende des Clips.

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Nachrichten - sueddeutsche.de

Gekappter Draht zum Westen

Von Tomas Avenarius und Andrian Kreye

Beweise für Wahlfälschungen in Iran gibt es nicht, wohl aber Ungereimtheiten. Dazu gehört, dass Mobilfunk und Internet am Wahltag stark eingeschränkt waren.

Iran, Wahlen, neue Medien

Die Opposition hatte auf neue Medien gesetzt, am Wahltag war es damit vorbei. (Foto: AFP)

Er werde “nicht einknicken im Angesicht solcher Manipulationen”, die die “Säulen des Islamischen Staats bedrohen und zu Lügen und Diktatur führen”, erklärte der unterlegene Oppositionskandidat Mir Hussein Mussawi. Sein Mitbewerber Mehdi Karrubi sprach offen von Wahlbetrug: “Die Ergebnisse dieser Wahl sind so lächerlich und unglaubwürdig, dass einem die Worte fehlen.” Bisher scheinen diese harten Vorwürfe aber unbelegt zu sein. Es liegen keine Beweise für Fälschungen oder auch nur eindeutige Manipulationen vor bei der Wahl. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad forderte die Opposition auf, das Wahlergebnis beim zuständigen Wächterrat in Frage zu stellen, wenn sie sich dies denn wirklich zutrauten.

Es gibt allerdings Ungereimtheiten bei dieser Wahl. Am auffälligsten war, dass Mobilfunknetz und Internet am Wahltag nur noch eingeschränkt funktionierten. Die Opposition, die während des Wahlkampfs kaum Zugang zu den staatlichen Medien hatte, hatte mit Hilfe der Alternativmedien SMS, Twitter und Facebook ihre Kampagne organisiert. Sie wollte diese Instrumente auch für die Wahlbeobachtung nutzen. Und tatsächlich sind es diese neue Medien, die dem Ausland einen direkten Einblick in die iranische Protestbewegung geben.

Vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter zeigte seine Stärke als digitale Menschenkette, in der Meldungen und Links von Nutzer zu Nutzer weitergegeben werden. Da konnte man in Echtzeit die Übergriffe der Polizei gegen Demonstranten verfolgen, fand Interviews und erste Analysen des Nahostexperten und Historikers Juan Cole. Auch wenn über Kanäle wie Twitter einiges an Gerüchten in Umlauf kommt, verdichtete sich so manche Vermutung zur Nachricht. Vom Hausarrest Hussein Mussawis erfuhr man als erstes über Twittermeldungen, die schließlich von den Agenturen bestätigt wurden.

Innerhalb von Stunden enstand so ein weltweites Netz, über das sich beispielsweise die dramatischen Bilder des Fotoblogs tehranlive.org verbreiten konnten. Und Öffentlichkeit schafft auch ein gewisses Maß an Sicherheit - die Netzgemeinde achtete darauf, dass keiner der Teilnehmer aus Teheran einfach spurlos verschwand.

Die Behörden in Teheran haben offenbar erkannt, welche schwer kontrollierbare Meinungsvielfalt sich hier ausbreitet, und versuchte, dies zu unterbinden, indem Mobilfunknetze gekappt und die Leistung von Internet-Zugängen gedrosselt wurde. Da bewies sich Twitters größte Stärke in Krisensituationen: Kurznachrichten brauchen kaum Bandbreite.

Effektiver waren da offenbar handfeste Repressalien: Wahlbeobachter der Opposition wurden an einzelnen Wahllokalen zurück gewiesen. Auffällig ebenso, dass es in vielen Wahllokalen nicht ausreichend Stimmzettel gab. Dabei waren zehn Millionen mehr gedruckt worden als es Wahlberechtigte gibt. Ungewöhnlich auch die Höhe des Wahlergebnisses von Ahmadinedschad. Er soll bei einer Wahlbeteiligung von mehr als 80 Prozent mit 63 Prozent doppelt so viele Stimmen bekommen haben wie Mussawi, der prominenteste der drei Oppositionskandidaten. Und das, obwohl allein in der Hauptstadt Teheran in den vergangenen Tagen hunderttausende Anhänger Mussawis auf die Straße gegangen waren.

Selbst in Tabriz, der Heimatprovinz Mussawis, soll der Amtsinhaber 60 Prozent Zustimmung bekommen haben. Dabei ist der Perser Ahmadinedschad im turksprachigen Landesteil Aserbaidschan wegen der ethnischen Differenzen zwischen den Bevölkerungsgruppen Irans von vorneherein eher unbeliebt. Auch die verschwindend geringe Stimmenzahl für den in zweiter Reihe startenden Karrubi macht stutzig: Obwohl es der bekannte Reformpolitiker und Geistliche 2005 in die Stichwahl schaffte, soll er nun weniger als ein Prozent der Stimmen bekommen haben. Das aber ist schon rein statistisch nicht sehr wahrscheinlich.

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Was reitet eigentlich den “PR-Feind” Niels Klawitter vom Spiegel?

Nils Klawitter, Redakteuer vom Spiegel, ist schon sehr häufig durch harte Kritik an allem aufgefallen, was nach PR klingt. Dabei geht er - wie für den Spiegel nicht untypisch - oft polemisch und populistisch vor.

Sein jüngstes Werk (s.u.) kritisiert den Bauernverband, weil er angeblich Internet-Foren “unterwandern” will. Ich kenne die Aktionen und den Hintergrund nicht genau, was ich aber zwischen den Zeilen des Artikels lese, klingt für mich wie reine Polemik und schlichtweg schlechte Journalismus. Entweder (Achtung Polemik!), Niels Klawitter ist einmal von einer PR-Frau verlassen worden, oder er hat andere schlechte Erfahrung gemacht. Warum darf der Spiegel polemisieren wie er will, aber sobald sich ein Unternehmen oder ein Verband zu Wort meldet, ist das nicht koscher?

Ich finde es absolut legitim, wenn Bauern sich an der Meinungsbildung beteiligen. Und da das Internet inklusive sozialen Medien einen immer größeren Anteil an der Meinungsbildung haben, ist es auch richtig, dass die Bauern sich dort artikulieren. Und was - so frage ich mich - ist verwerflich daran, dass der Verband Hilfestellungen gibt?

Aber was macht der Spiegel draus: Die Aufforderung an Bauern, sich an der Diskssion zu beteiligen, bezeichnet der Spiegel als “unterwandern”, als “eingreifen” bzw. als Versuch, die Meinungsbildung “zu steuern”. Was ist das denn für ein Käse? Und da hebt Klawitter hervor, dass der Verband mitnichten nur in den eigenen Foren mitreden will, sondern selbst in der TAZ oder auf SPON. Was soll das, frage ich mich. Natürlich muss man - wenn man an der Meinungsbildung teilhaben will - überall mitreden, wo die Debatten geführt werden.

Und auch die zitierte Stellungnahme des Verbandes, die aus meiner Sicht sehr vernünftig klingt, beschreibt Klawitter manipuliernd mit “tut ab als…”. Interessant auch, dass Klawitter den Ausdruck “gerne auch unter Pseudonym” nicht zitiert, also nicht in Anführungszeichen setzt. Solche Behauptungen ohne Quellenangabe sind schlichtweg schlechter Journalismus. Update: Die tatsächliche Formulierung in dem Rundschreiben ist “private E-Mail-Adresse, meist mit Pseudonym”. Ich halte es für manipulativ und “hochgradig bedenklich”, wenn Klawitter aus dem “mit Pseudonym” ein “unter Pseudonym” macht und dann noch das “gerne” ergänzt. “Unter Pseudonym” suggeriert Verdeckung, und das “gerne” klingt nach Anstiftung. Tatsächlich hat der Verband nur rein sachlich beschreiben, wie der Vorgang der Anmeldung geschieht: Es ist Usus, vielfach sogar Pflicht, in Internetforen ein Pseudonym (oder auch “Nickname”) anzugeben.

Ich meine: Spiegel Online wird immer mehr zu einer “was-weiß-ich-Kampfpresse” im Stile der Bild-Zeitung. Wirklich schade. Mit gutem Journalismus hat das nichts zu tun. Nun ja…

Den vollständigen Artikel gibt’s wie immer per Klick ganz unten.

Update: Anbei noch einige andere Links von Nils Klawitter zum Thema PR


Und hier auch noch der Link zum Dialog zwischen GPRA und Klawitter: “GPRA und “Spiegel”: verdrehte Verdrehungen” (http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/branche/3356-gpra-und-qspiegelq-verdrehte-verdrehungen.html)

Update 15.06:

Hier übrigens ein paar Beispiele, wie man jornalistsch sauber über das Thema berichten kann:

Update 16.06.:

WIe es aussieht hat inzwischen auch der DRPR angekündigt, er werde die Vorgänge untersuchen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630621,00.html und http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/bauernlobby-undercover-im-netz/).

Ich sehe das kritisch. Ich würde mich freuen, wenn der DRPR dazu kommt, die Aktion des Bauernverbandes deutlich von den Vorgängen bei der Bahn abgrenzt und sie ausdrücklich als in Ordnung bezeichnet. Aus meiner Sicht ist das nämlich nicht nur die legitime sondern in der modernen Welt des Web 2.0 sogar notwendige Aktivierung von Fürsprechern. Das ist ein Grundprinzip der modernen PR.

Und der Bauernverband hat - zumindest nicht in dem gegenständlichen Rundschreiben - dabei keinerlei verdeckte Aktionen empfohlen. Auch der Passus “meist mit Pseudonym” ist nur Ausdruck davon, was im Internet Usus ist. Nach meiner Schätzung sind mindestens 90% der Forumsnutzer unter einem Pseudonym unterwegs. Was die Kritiker total übersehen ist, dass der Bauernverband ausdrücklich rät die (richtige!) private E-Mailadresse zu verwenden. Die Menschen sind so eindeutig identifizierbar. Das ist absolut lege artes.

Zu überprüfen wäre, ob die fünf (mehr sind es nicht) Mitglieder der Task-Force überhaupt “offizielle” Verband-E-Mails haben. Ich bin auch Mitglied in einem Verband. Und ich habe dort auch Funktionen. Aber ich habe keine E-Mail MLange[at]gpra.de.

Fortführung der Diskussion übrigens auch in einem nächsten Clog-EIntrag: http://talkabout.amplify.com/2009/06/15/absurde-diskussion-manipulationsvorwurfe-gegen-bauernverband/

Amplifyd from www.spiegel.de

Bauernverband will Internet-Foren unterwandern

Von Nils Klawitter

Der Deutsche Bauernverband greift aktiv in Internet-Foren ein. Nach SPIEGEL-Informationen fordert die Organisation Landwirte auf, sich an Diskussionen zu beteiligen - natürlich im Interesse der eigenen Lobby. Hintergrund ist offenbar ein interner Streit mit den Milchbauern.

Hamburg - Der Deutsche Bauernverband (DBV) scheint um sein Ansehen besorgt und will deshalb die Meinungsbildung im Internet steuern. Zu diesem Zweck gründete der DBV nach SPIEGEL-Informationen eine Task-Force aus Internet-affinen Landwirten, die sich regelmäßig in Diskussionsforen zu Wort melden sollen.

Im Fokus stehen dabei nicht nur die Foren der von den eigenen Landesverbänden beherrschten Blätter “agrarheute” und “topagrar”, sondern etwa auch die der Berliner “taz” und von SPIEGEL-ONLINE. Das geht aus einem entsprechenden DBV-Schreiben hervor.

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